Datenschutz-wie Facebook illegal private Telefonbücher ausspioniert


Wie Facebook private Telefonbücher abgreift

Private E-Mail-Adressen, Geheimnummern und dazu auch die Namen: Wer in Facebooks iPhone-Anwendung einmal auf „Synchronisieren“ klickt, lädt sein komplettes Adressbuch hoch. Das Unternehmen speichert diese Daten, um Kontakt-Netzwerke zu analysieren. Löschen können Nutzer diese Daten nicht.

Es gibt Kontaktdaten, die möchte man nur im Mobiltelefon haben – im eigenen. Die Auslandsnummer der Mailbox zum Beispiel. Oder die Geheimnummer eines Bekannten. Oder die private E-Mail-Adresse eines Prominenten.

Solche Kontaktdaten saugt sich Facebook aus den iPhone-Telefonbüchern mancher Mitglieder. Einmal in die Facebook-Datenbank übertragen können diese Nummern nicht wieder gelöscht werden, weder von den Besitzern des Adressbuchs, noch von denen, deren Kontaktdaten darin gespeichert sind. Selbst wenn die Betroffenen gar nicht Facebook-Mitglieder sind, speichert das US-Unternehmen ihre Telefonnummern.

Leser von SPIEGEL ONLINE haben uns auf persönliche Kontakte in ihrem Facebook-Telefonbuch aufmerksam gemacht, die nur aus dem Telefonbuch ihres iPhones stammen können.

Wie diese Kontakte in die Facebook-Datenbank gelangen, ist leicht nachzuvollziehen: Wer die offizielle Facebook-Anwendung auf das iPhone lädt, findet in dem Programm unter der Freundesliste einen Schalter, der mit „Synchronisieren“ beschriftet ist. Tippt man diese Option an, erscheint eine kurze Erklärung, die man bestätigen muss. Der Text gibt einen vagen Hinweis darauf, was die Anwendung tut:

„Wenn du diese Funktion aktivierst, werden alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Facebook gesendet und unterliegen dann den Datenschutzrichtlinien von Facebook. Zudem werden die Profilbilder deiner Freunde sowie andere Informationen von Facebook zu deinem iPhone-Adressbuch hinzugefügt. Bitte stelle sicher, dass deine Freunde mit deiner Nutzung ihrer Daten einverstanden sind.“

Diese Formulierung unterschlägt ein wichtiges Detail: Es werden nicht nur „alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Facebook gesendet“, sie werden dort auch dauerhaft gespeichert.

Facebook speichert die Telefonbuch-Daten dauerhaft

Wer einmal die iPhone-Anwendung installiert und der Synchronisierung zugestimmt hat, findet die Telefonnummern aus dem iPhone auf Facebook (Konto > Freunde bearbeiten > Reiter Telefonbuch in der linken Spalte). In mehreren von SPIEGEL ONLINE geprüften Fällen finden sich dort Telefonnummern von Menschen, die nicht Mitglieder bei Facebook sind. Wurde eine E-Mail aus dem Telefonbuch übertragen, bietet Facebook die Option „Zu Facebook einladen“ an.

Es ist keine Option zu finden, um diese Daten zu löschen. Führt man die von Facebook angebotene Löschfunktion für hochgeladene E-Mail-Adressbücher aus, werden die Telefonbuchdaten nicht gelöscht. Auch nach Deinstallation der iPhone-Anwendung bleiben die einmal importierten Telefon-Kontakte gespeichert.

In der Facebook-Datenschutzrichtlinie konnten wir den entsprechenden Passus nicht finden. Es wird nicht erklärt, dass die vom Telefonbuch übertragenen Informationen dauerhaft gespeichert werden. In Bezug auf Handy-Adressbücher steht in dem Facebook-Dokument kein Abschnitt, der das präzise beschreibt.

Am Montagmorgen von SPIEGEL ONLINE übermittelte Fragen konnte Facebook bis zu Veröffentlichung dieses Artikels nicht detailliert beantworten, weil die entsprechenden Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten aufgrund eines Feiertags nicht erreichbar sind. Eine Facebook-Sprecherin in Hamburg erklärte auf die SPIEGEl-ONLINE-Anfrage, dass die aus dem Telefonbuch hochgeladenen Daten nicht mit anderen Facebook-Nutzern oder Dritten geteilt würden. Die Sprecherin sagte: „Facebook schützt diese Informationen nach denselben Datenschutzbestimmungen wie alle anderen persönlichen Informationen, die Nutzer Facebook überlassen.“

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Quelle
Spiegel Online

Datenschutz

bezeichnet den Schutz des Einzelnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten. Der Begriff wurde auch verwendet für Schutz wissenschaftlicher und technischer Daten gegen Verlust oder Veränderung – und Schutz gegen Diebstahl dieser Daten. Heute bezieht sich der Begriff meist auf den Schutz personenbezogener Daten. Bei personenbezogenen Daten wurde er auch für Schutz vor „Verdatung“ verwendet. Im englischen Sprachraum spricht man von „privacy“ (Schutz der Privatsphäre) und von „data privacy“ oder „information privacy“ (Datenschutz im engeren Sinne). Im europäischen Rechtsraum wird in der Gesetzgebung auch der Begriff „data protection” verwendet.

Heute wird der Zweck des Datenschutzes darin gesehen, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung beeinträchtigt wird. Datenschutz steht für die Idee, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst entscheiden kann, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen. Der Datenschutz will den so genannten gläsernen Menschen verhindern.

Bundesrepublik Deutschland

Der Datenschutz ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ein Grundrecht (Recht auf informationelle Selbstbestimmung). Danach kann der Betroffene grundsätzlich selbst darüber entscheiden, wem er welche persönlichen Informationen bekannt gibt.

Dieses Grundrecht wird im Grundgesetz allerdings nicht explizit erwähnt. Dagegen wurde in den meisten Landesverfassungen eine Datenschutzregelung aufgenommen, so in Berlin (Art. 33), Brandenburg (Art. 11), Bremen (Art. 12), Mecklenburg-Vorpommern (Art. 6 Abs. 1 und 2), Nordrhein-Westfalen (Art, 4 Abs. 2 sowie die Verbürgung der Einrichtung des Datenschutzbeauftragten in Art. 77a), Rheinland-Pfalz (Art. 4a), Saarland (Art. 2 Abs. 2), Sachsen (Art. 33), Sachsen-Anhalt (Art. 6 Abs. 1) und Thüringen (Art. 6).

Auf Bundesebene regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) den Datenschutz für die Bundesbehörden und den privaten Bereich (d. h. für alle Wirtschaftsunternehmen, Institutionen, Vereinen, etc. gegenüber natürlichen Personen). Daneben regeln die Datenschutzgesetze der Länder den Datenschutz in Landes- und Kommunalbehörden. Datenschutzrechtliche Regelungen finden sich darüber hinaus in etlichen weiteren Gesetzen, die jeweils für ihren Anwendungsbereich speziellere Regelungen zum Datenschutz enthalten. Diese bereichsspezifischen Regelungen gehen dem Bundesdatenschutzgesetz jeweils vor, das BDSG gilt nur ergänzend.

Die öffentlichen Stellen des Bundes sowie die Unternehmen, die geschäftsmäßig Telekommunikations- oder Postdienstleistungen erbringen, unterliegen der Aufsicht durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz. Die Landesbehörden werden durch die Landesdatenschutzbeauftragten kontrolliert. Die privaten Unternehmen (bis auf Telekommunikation und Post) unterliegen der Aufsicht der Datenschutzaufsichtsbehörden für den nicht-öffentlichen Bereich, die beim Landesdatenschutzbeauftragten oder bei den Landesbehörden (z. B. Innenministerium) angesiedelt sind. Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet, da einige Landesdatenschutzbeauftragte und alle Landesbehörden nicht „in völliger Unabhängigkeit“ arbeiten, sondern die Landesregierung weisungsbefugt ist.[3]

Wofür beschäftigen wir Bundesweit eine millionenschwere Datenschutzbehörde, wenn solche Praktiken immer wieder geduldet werden?

Sie erreichen den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit:

telefonisch: +49 (0)22899-7799-0, per Fax: +49 (0)22899-7799-550, per E-Mail: poststelle@bfdi.bund.de

Presse Telefon: +49 (0)228-997799-916, E-Mail: pressestelle@bfdi.bund.de

Machen Sie Ihrem Datenschutzbeauftragten „Feuer unterm Hintern“, das haben diese „Sesselfurzer“ dringend nötig.

Hier können Sie eine Email senden

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